Ausgangssituation

Afghanistan ist ein Binnenstaat Südasiens mit ca. 33 Millionen Einwohnern. Durch etliche Kriege und politische Unruhen in den letzten 40 Jahren befindet sich das Land in einer instabilen Situation. Die Stadt Herat liegt im westlichen Afghanistan, ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Herat und nach Kabul die zweitgrößte Stadt des Landes. Die Einwohnerzahl beträgt 477,500 (stand 2015). Herat ist unter anderem für seine Blaue Moschee weltweit bekannt. Die Sicherheitslage in Herat ist – in Anbetracht der Lage Gesamtafghanistans – vergleichsweise stabil. Allerdings werden Distrikte in direkter Stadtnähe umkämpft. Der Projektstandort liegt nördlich der Stadt Herat in der Gasergah-Wüste, weit entfernt von der nächsten Wohnsiedlung. Die staatliche Gesamtschule „Fekri Saljougi“ wurde 1985 gegründet. 5000 Schüler/innen besuchen die Schule und werden im Zwei-Schichten- Unterricht, in 20 verschiedenen Klassenräumen und mehreren Zelten von 145 Festangestellten und 15 ehrenamtlichen Kräften unterrichtet. Bis auf die Löhne wird die Schule kaum vom Staat unterstützt. Die Mutter unseres damaligen Vereinsmitglieds Jawid Sultany war Lehrerin an dieser Schule, weshalb wir die Schule 2009 in unseren Projektbestand aufnahmen.

Problemstellung und Lösung

Das Hauptproblem der „Fekri Saljouqi“-Schule ist der Mangel an Klassenräumen in Relation zur hohen Anzahl an Schüler/innen, weshalb der Unterricht in spärlich eingerichteten und nicht witterungsbeständigen Zelten stattfindet. Das Hauptgebäude der Schule ist in einem baufälligen Zustand und die bestehenden Klassenräume sind mangelhaft ausgestattet, wodurch die Lernerfolge der Schüler/innen stark beeinträchtigt werden.

Die fehlenden Heizmöglichkeiten im Schulgebäude führen an kälteren Tagen zu gesundheitlichen Schäden sowohl bei den Schülern als auch beim Lehrpersonal. Die fehlende Wasserversorgung zwingt die Schüler/innen in den Pausen zu dem nächstgelegenen Brunnen in 2km Entfernung zu laufen, um ihren Durst zu stillen. Für die jüngeren Schüler ist diese Distanz in der Pause nicht zu bewältigen, daher müssen sie bis zum Schulschluss ohne trinken auskommen.

Visions for Children e.V. knüpfte an den Problempunkten an. Als erste Sofortmaßnahme wurden die Kinder mit hochwertigen Trinkflaschen versorgt, um ihnen den täglich langen Weg zum Brunnen zu ersparen. Mit der nächsten Maßnahme sorgten wir für winterfeste Kleidung. Unser Mitglied Jawid stattete die Unterrichtszelte mit dicken Teppichböden aus. Somit müssen die Kinder nicht länger auf hartem, staubigem oder manchmal matschigem Boden sitzend den Unterricht verfolgen.

Was bisher geleistet wurde in der Zusammenfassung:

  • Bereitstellung von Trinkflaschen für die Schüler/innen
  • Ausstattung mit warmer Winterkleidung
  • Ausstattung der Unterrichtszelte mit dickem Teppichboden