Ausgangssituation

In Herat haben wir über die kleine Stiftung „Bonyad Nikukari dasthaye“ den Kontakt zu 50 Kindern hergestellt, die ursprünglich Straßenarbeiter*innen waren, aber von der Stiftung gefördert werden, um die Schule zu besuchen. Die Ressourcen der Stiftung sind limitiert, weil sie privat betrieben wird. Die Versorgung der Kinder und ihrer Familien mit den Grundnahrungsmitteln ist daher schwierig und trifft sie vor allem im Ramadan mit voller Härte.

In Kabul ist die Ausgangssituation ähnlich. Unser Partnerverein „Kufa e.V.“ betreibt hier ein Förderzentrum, in dem Kinder die Grundlagen des Rechnens und Schreibens sowie praktische Tätigkeiten wie z.B. das Tischlern lernen. Insgesamt 70 Kinder besuchen sporadisch das Zentrum, um die angebotenen Freizeitmöglichkeiten zu nutzen und sich von der Straßenarbeit, zu der diese Kinder tatsächlich gezwungen sind, abzulenken. Die Kinder und ihre Familien leben in den ärmlicheren Gebieten Kabuls und sind hochbedürftig.

Problemlösung & Ergebnis

Schon 30 Euro reichen in Afghanistan aus, um eine 4 bis 5-köpfige Familie einen kompletten Monat lang zu ernähren. Während des Fastenmonats möchten wir Familien in Herat und Kabul mit Grundnahrungsmitteln versorgen. Wir setzen dabei auf da Prinzip der Direkthilfe – in diesem Fall heißt das, dass unsere Partner und Mitglieder vor Ort die Lebensmittel (Reis, Öl, Bohnen, Mehl, Salz, Tee und Zucker) einkaufen und sie direkt an die Familien verteilen – kurz vor dem Fastenmonat.

Bereits im Mai 2018 wurde der Spendenbedarf für die bedürftigen Kinder in Kabul und Herat erreicht. Die Ramadan-Aktion 2018 war sogar der erfolgreichste Spendenaufruf, den wir jemals hatten! Die gesamte Spendensumme von 22.275,43 € (Stand Juni 2018) übertraf alle bisherigen Aktionen und ist damit bis dato Vereinsrekord. 

In Herat konnten wir durch die Hungerfreipakete alle Kinder mitsamt ihren Familien versorgen. Hierfür wurden die Nahrungsmittel durch unser Vereinsmitglied Winuss vor Ort in Herat besorgt und an die bedürftigen Familien verteilt. Die Umsetzung erfolgte bereits Anfang Mai – rechtzeitig vor dem Beginn des Ramadan. Die Versorgung wurde für insgesamt zwei Monate sichergestellt. Nach der überwältigenden Spendenbereitschaft beschlossen wir, die Aktion in Herat zu verlängern und die Familien für zwei weitere Monate zu versorgen. Auch die Hungerfreipakete in Kabul konnten die Kinder und ihre Familien vollumfänglich versorgen. Die Pakete wurden auch hier bereits Anfang Mai besorgt und durch unseren Partner Kufa an die bedürftigen Kinder verteilt.

Wie jedes Jahr haben wir den Kindern sowohl in Herat als auch in Kabul zusätzlich Eid-Geschenke besorgt. In Herat haben die Kinder neben Süßigkeiten Hemden, Schals und Schuhe erhalten. In Kabul gab es Süßigkeiten, Schuhe und Hemden.