Ausgangssituation

Bamiyan, eine Provinz Afghanistans mit ca. 410.000 Einwohnern, liegt im Zentrum des Landes und ist der kulturelle Mittelpunkt der Ethnie der Hazara. Die Stadt Bamiyan ist berühmt für seine einst unbeschädigten und in Fels gemeißelten Buddha-Statuen. Der Winter in Bamiyan ist sehr lang und kalt. Viele Menschen hausen trotz Temperaturen von durchschnittlich minus 20 Grad in den Berghöhlen von Bamiyan. Zusätzlich haben die Menschen mit starkem Schneefall zu kämpfen, der ihnen den Alltag in der kalten Jahreszeit erschwert. Da es in Bamiyan wenige landwirtschaftliche Anbauflächen gibt, ist die Armut dort sehr groß. Die Aktion hatte das Ziel, Familien, die in den Berghöhlen Bamiyans überwintern, zu unterstützen.

Problemstellung und Lösung

Die Durchführung der Aktion erfolgte vor Ort unter Leitung eines Ehrenmitglieds, das sehr gut in Bamiyan vernetzt ist. Konkret bestand die Hilfe darin, pro Familienmitglied eine warme Winterjacke, einen Pullover sowie ein Paar Schuhe zu verteilen. Ein Paket versorgt eine fünfköpfige Familie und kostet circa 100 €. Die warmen und strapazierfähigen Utensilien können Jahr für Jahr wiederverwendet werden und stellen somit eine effektive und langjährige Hilfe dar. Der Bedarf jeder Familie (richtige Kleidungs- und Schuhgrößen) wurde erst in Bamiyan notiert. Die Kleidung wurde dann in Kabul auf Grund der besseren Qualität und günstigeren Preise besorgt und sicher nach Bamiyan gebracht. Die Verteilung an die Familien erfolgte sodann. Mit 45 Kleidungspaketen in Höhe von insgesamt 4.500 € konnte 45 Familien geholfen werden.